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Wissenswertes über Sennheiser
 

Die Sennheiser electronic GmbH & Co. KG hat ihren Hauptsitz in Wedemark-Wennebostel (Region Hannover) und wurde ursprünglich am 1. Juni 1945 als Laboratorium Wennebostel (kurz: Labor W) von Fritz Sennheiser gegründet. 

Berühmt berüchtigt wurde Sennheiser durch die Entwicklung von Mikrofonen und Kopfhörern. Weitere Geschäftsfelder sind Drahtlostechnik für den Broadcast-Bereich, Konferenztechnik, Audiologie (Hörhilfen), Luftfahrtskommunikationssysteme sowie Anwendungsprodukte wie Headsets für PCs und Callcenter. Zur Sennheiser-Gruppe gehören neben der Marke selbst auch der Studiomikrofonhersteller Georg Neumann und das Joint Venture Sennheiser Communications A/S (Headsets für PC, Office und Callcenter; seit 2003).

Die größten Geschäftspartner des Unternehmens sind vor allem die Musikindustrie, die Luftfahrt und die Unterhaltungsindustrie. Zusätzlich wird Unterhaltungselektronik für Privatkunden hergestellt. Vertrieben werden die Produkte über ein weltweites Netz von Auslandstöchtern und Vertriebspartnern, die die Waren wiederum an Großkunden veräußern.

2542 Mitarbeiter beschäftigte Sennheiser im Jahr 2013, davon 1303 in Deutschland. Weltweit gibt es drei eigene Produktionsstandorte: in Wennebostel (Deutschland), Tullamore (Irland) und Albuquerque (Vereinigte Staaten).

Die Meilensteine der Kopfhörer-Entwicklung
 

Mit dem HD 414-Kopfhörer beginnt die Geschichte des hochwertigen Klangs. 1968 revolutioniert der erste offene Kopfhörer der Welt den Markt. Das Ohr hört, wie es gewohnt ist: offen und frei im Raum. Ein natürlicher, klarer Klang wird an das Trommelfell weitergegeben, ganz anders als es bei den bisherigen geschlossenen Modellen der Fall ist. Mit seinem neuen Prinzip löst der HD 414 einen wahren Kopfhörerboom aus. Schon Ende 1969 sind über 100.000 Produkte ausgeliefert. Bis heute bleibt der HD 414, der in der Zwischenzeit längst schon Kultstatus erreicht hat, mit über 10 Millionen verkauften Exemplaren der meist verkaufte Kopfhörer der Welt. Auch das offene Prinzip ist in der Gegenwart feste Größe bei der Entwicklung von High-End-Kopfhörern.

 

Das erste Mikrofon
 

Fritz Sennheiser erzählt: „Dann kam ein Glücksfall, Siemens rief an und fragte: Können Sie uns nicht Mikrofone bauen? Unser Lieferant Henry in Österreich ist nicht mehr erreichbar.‘“ Der Sennheiser Gründer ergreift die Gelegenheit beim Schopf. Labor W baut das gewünschte Mikrofon nach, beschäftigt sich eingehend mit der Mikrofontheorie und präsentiert schließlich 1947 das erste eigene Mikrofon, das MD 2.

Die kommenden Jahre sind geprägt von neuen Angeboten des Jungunternehmens. Neben Messgeräten und Mikrofonen kommen Verstärker, Gegen- und Wechselsprechanlagen, Geophone, Mikrofonübertrager und magnetische Kleinhörer ins Programm.

1953 entsteht das MD 21, eine Mikrofonlegende, die heute noch im Programm ist, darauf folgte 1956 das bahnbrechende „Tele-Mikrophon“ MD 82.

Mit dem MD 82 war es erstmals möglich, Schall auf große Entfernung aufzunehmen; das Rohrrichtmikrofon geht auf ein Sennheiser-Labormuster aus dem Jahre 1949 zurück. 1957 zeigt Labor W sein erstes drahtloses Mikrofon und erschließt sich damit ein Feld, auf dem das Unternehmen in Zukunft brillieren wird.